Nutzung des Geschäfts-/Firmenwagens im Lohnsteuerrecht

Die Finanzverwaltung hat die steuerliche Behandlung der Geschäftswagen-/Firmenwagennutzung als Sachbezug in den Lohnsteuer-Richtlinien 2015 neu gefasst, teilweise unter Berücksichtigung der jüngsten Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs. Wichtige Änderungen haben sich außerdem im letzten Jahr durch das Inkrafttreten des steuerlichen Reisekostenrechts ergeben. Wir möchten dies zum Anlass nehmen, Sie über die jüngsten Neuerungen in der Geschäftswagen-/Firmenwagenbesteuerung zu informieren.

Die Gestellung eines Geschäfts- oder Firmenwagens an Arbeitnehmer als Sachbezug

Stellen Sie Ihren Arbeitnehmern für die Fahrten anlässlich einer vorübergehenden beruflich veranlassten Auswärtstätigkeit einen Firmenwagen zur Verfügung, ist die Gestellung nur für diese Fahrten steuerfrei. Lohnsteuer müssen Sie wie bisher nicht abführen. Wichtig ist aber, dass Sie als Arbeitgeber nicht zusätzlich pauschale Kilometersätze steuerfrei erstatten dürfen. Die Gestellung von Betriebsfahrzeugen auch zum privaten Gebrauch stellt hingegen einen steuerpflichtigen Sachbezug dar. Der steuerpflichtige geldwerte Vorteil besteht in der unentgeltlichen Nutzung des Firmenwagens für Privatfahrten und für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte. Er ist dem Lohnsteuerabzug zu unterwerfen.

 

Hier ergeben sich keine aktuellen Änderungen, ebenso wenig bei der Ermittlung des privaten Nutzungswerts. Hierbei ist nach den für das Kraftfahrzeug insgesamt entstehenden Aufwendungen nach den Lohnsteuer-Richtlinien 2015 von einer Abschreibung für Abnutzung (AfA) von 12,5 % der Anschaffungskosten entsprechend einer 8-jährigen (Gesamt-)Nutzungsdauer auszugehen.

 

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Rechtsformwechsel des Unternehmens

Eine der weitreichenden unternehmerischen Entscheidungen ist die Wahl der Rechtsform des Unternehmens. Allerdings ist ein Unternehmen kein statisches Gebilde. Es unterliegt ständig einem dynamischen Prozess. Daher stellt sich die Frage nach der wirtschaftlich zweckmäßigen Rechtsform nicht nur bei der Errichtung des Unternehmens, sondern auch in seinem weiteren Verlauf. Eine Überprüfung kann deshalb geboten sein, weil persönliche, wirtschaftliche, rechtliche und steuerrechtliche Rahmenbedingungen einer ständigen Veränderung unterworfen sind. Ist die zunächst gewählte Rechtsform nicht mehr die zweckmäßige, kann ein Rechtsformwechsel angezeigt sein.

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Die (unangekündigte) Umsatzsteuer-Nachschau

Die Umsatzsteuer ist als Verbrauchsteuer von wesentlicher Bedeutung für das Steueraufkommen in Deutschland. Dementsprechend ist sie schon seit längerer Zeit Prüfungsschwerpunkt der Finanzbehörden. Ein besonderes Prüfinstrument der Finanzverwaltung ist die Umsatzsteuer-Nachschau. Weil die Prüfer jederzeit unangekündigt bei Ihnen vor der Tür stehen können, sollten Sie die wesentlichen Besonderheiten dieser fiskalischen Kontrolle kennen. Weiter gehende Einzelheiten und Ihr Verhalten im Ernstfall sollten wir in einem gesonderten Beratungsgespräch erörtern.

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Wohnsitzwechsel und beschränkte Steuerpflicht

Steht bei Ihnen in nächster Zeit ein berufsbedingter Umzug ins Ausland bevor? Oder tragen Sie sich ernsthaft mit dem Gedanken, Deutschland der hohen Steuer wegen für immer zu verlassen? In diesem Fall müssen Sie wissen, dass Ihre Steuerpflicht mit dem bloßen Wegzug aus Deutschland keinesfalls endet. Selbst wenn Sie nach Ihrem Wegzug weder einen Wohnsitz noch einen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben, unterliegen Sie einer (zeitlich unbeschränkten) beschränkten Steuerpflicht mit bestimmten so genannten "inländischen Einkünften". Hierunter fallen u. a. alle Einkünfte aus einem inländischen Gewerbebetrieb oder aus selbstständiger Arbeit, die Sie nach Ihrem Wegzug auch weiterhin im Inland ausüben bzw. im Inland verwertet wird oder worden ist, Einkünfte aus Arbeitnehmertätigkeit, die im Inland ausgeübt oder verwertet wird, Einkünfte aus inländischen Kassen, Geschäftsführervergütungen, Einkünfte aus inländischem Kapitalvermögen oder aus Vermietung und Verpachtung.

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Privatausgaben steueroptimal geltend machen

Privatausgaben für haushaltsnahe Dienstleistungen in einem inländischen oder sonstigen EU/EWR-Land gelegenen Haushalt fördert der Staat seit mehreren Jahren mit Steuervergünstigungen in Form einer echten Steuerermäßigung. Der Grundgedanke hierfür war, die Schwarzarbeit und die damit verbundene Steuerhinterziehung einzudämmen. Die Palette der steuerbegünstigten Dienstleistungen wurde durch die jüngste Rechtsprechung um Aufwendungen für die Haustierbetreuung ergänzt. Es lohnt sich also immer mehr, Belege für die Steuererklärung zu sammeln. Das Bundesfinanzministerium (BMF) versucht zwar, durch Verwaltungsanweisungen der steuerzahlerfreundlichen Rechtsprechung entgegenzutreten. So wendete sich die Finanzverwaltung in einem aktuellen Schreiben auch gegen die Ermäßigungsfähigkeit von Tierbetreuungskosten. Die Finanzrichter ließen sich dadurch aber nicht beeindrucken. Nach Auffassung der Finanzrichter sind Katzen, die in der Wohnung des Halters leben, dessen Haushalt zuzurechnen. Und übliche Tätigkeiten wie die Reinigung des Katzenklos, die Versorgung der Katze mit Futter und Wasser und die sonstige Beschäftigung des Tiers seien haushaltsbezogen, weil sie in der Regel durch den Halter und dessen Familienangehörige erledigt werden.

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